Was kostet eine Website?
Zuletzt aktualisiert am 15. August 2026. Preise von Anbietern ändern sich laufend, prüfen Sie die verlinkten Quellen gegen.
Wir arbeiten mit drei Monatspaketen: 79, 169 oder 299 Euro im Monat bei 24 Monaten Laufzeit, zzgl. einer einmaligen Anzahlung von 100 bis 300 Euro, die auf den Gesamtpreis angerechnet wird. Danach gehört die Website Ihnen, mit allen Dateien. Beauftragt man eine Website klassisch auf einen Schlag, liegt eine Firmenwebsite meist im vierstelligen Bereich. Den größten Unterschied macht nicht die Technik, sondern der Inhalt.
Wer nach Website-Preisen sucht, findet Tabellen mit Spannen von 500 bis 20.000 Euro. Das ist nicht falsch, beantwortet aber keine einzige Frage. Dieser Beitrag nennt deshalb echte Zahlen, legt jede Quelle offen und sagt dazu, wo wir aus Erfahrung sprechen statt aus Daten.
Vorweg eine Zahl, die das Thema einordnet: Laut Statistischem Bundesamt hatten 2023 rund 69 Prozent der Unternehmen in Deutschland eine eigene Website. Bei Betrieben mit 1 bis 9 Beschäftigten waren es nur etwa 65 Prozent, bei Unternehmen ab 250 Beschäftigten dagegen 99 Prozent.[3] Wo eine Website fehlt, entscheidet der Zufall darüber, was Interessenten über einen Betrieb finden. Die Frage nach dem Preis ist damit selten die Frage „günstig oder teuer", sondern „sichtbar oder unsichtbar".
Warum niemand einen festen Preis nennt
„Website" ist keine Ware mit festem Umfang. Unter demselben Wort verkaufen die einen eine angepasste Vorlage mit Ihrem Logo, die anderen ein Projekt mit eigenem Design, geschriebenen Texten, Bildauswahl, Suchmaschinenoptimierung und rechtssicheren Pflichtseiten. Beides heißt Website. Die Preise liegen um ein Vielfaches auseinander.
Hinzu kommt: Der größte Kostenblock ist meistens nicht die Technik, sondern der Inhalt. Fünf Seiten Text zu schreiben, die Ihre Leistung verständlich erklären und dabei bei Google gefunden werden, dauert länger als die Seite selbst umzusetzen. Wer eigene Texte und brauchbare Fotos mitbringt, zahlt deutlich weniger als jemand, der bei null anfängt. Das ist der wichtigste Hebel, den Sie selbst in der Hand haben.
Der Baukasten: günstig im ersten Jahr
Die häufigste Alternative zur beauftragten Website ist ein Homepage-Baukasten. Die folgenden Preise haben wir am 15. August 2026 direkt bei den Anbietern abgerufen. Sie ändern sich regelmäßig, ein Blick auf die verlinkte Preisseite lohnt sich.
| Anbieter | Einstieg | Mittleres Paket | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Wix | Einstieg: 16,66 € | Mittleres Paket: 29,75 € | Besonderheit: inkl. MwSt., Domain nur im ersten Jahr gratis |
| Jimdo | Einstieg: 12,00 € | Mittleres Paket: 20,00 € | Besonderheit: inkl. MwSt., bei 12 Monaten Laufzeit |
| Squarespace | Einstieg: 12,00 € | Mittleres Paket: 16,00 € | Besonderheit: zzgl. MwSt., also real rund 19 Prozent mehr |
| IONOS | Einstieg: 12,00 € | Mittleres Paket: 18,00 € | Besonderheit: beworben mit 6 € und 1 €, das gilt nur befristet |
Der letzte Punkt verdient einen eigenen Absatz, weil er in Angebotsvergleichen fast immer untergeht: Bei IONOS gilt der beworbene Preis nur in der Aktionsphase. Das Paket Plus kostet 1 Euro im Monat für zwölf Monate und danach 18 Euro. Beim Paket Pro sind es 18 Euro für sechs Monate und danach 33 Euro.[4] Ähnlich bei der Domain: 0,08 Euro monatlich im ersten Jahr, danach 1,30 Euro.[4]
Rechnen Sie deshalb nicht mit dem Startpreis, sondern mit dem Preis ab Monat 13. Bei 20 Euro monatlich sind das über fünf Jahre 1.200 Euro. Dafür haben Sie eine Vorlage, die auch andere nutzen, und Ihre eigene Arbeitszeit ist darin noch nicht enthalten.
Was eine individuell gestaltete Website kostet
Für den deutschen Markt gibt es keine belastbare Erhebung zu Website-Preisen. Weder ein Verband noch ein Statistikamt erhebt das. Alle Tabellen, die im Netz kursieren, sind Redaktionsschätzungen oder stammen von Agenturen, die damit ihre eigenen Preise begründen.
Die neutralste Quelle, die wir gefunden haben, ist das Gründerportal Für-Gründer.de. Es nennt für Deutschland folgende Spannen, ausdrücklich als Richtwerte:[1]
- Onepager: 500 bis 2.000 Euro
- Portfolioseite: 1.200 bis 4.000 Euro
- Firmenwebsite: 2.000 bis 20.000 Euro
- Onlineshop: 4.000 bis 20.000 Euro
Weil solche Spannen wenig helfen, legen wir unsere eigenen Zahlen offen. Wir verteilen den Betrag auf die Laufzeit statt ihn auf einmal zu verlangen: 79 Euro im Monat für eine einseitige Website, 169 Euro für eine mehrseitige Firmenwebsite, 299 Euro für großen Umfang mit eigener Pflege, jeweils zzgl. einer einmaligen Anzahlung von 100 bis 300 Euro, die auf den Gesamtpreis angerechnet wird. Immer über 24 Monate, immer ohne Setup-Gebühr. Was darüber hinausgeht, etwa ein Onlineshop, planen wir einzeln.
Der entscheidende Unterschied zum Baukasten-Abo steht am Ende der Laufzeit: Dann gehört die Website Ihnen, mit allen Dateien. Sie zahlen also nicht dauerhaft für die Nutzung, sondern über einen festen Zeitraum für ein Eigentum. Hosting und Betreuung können danach weiterlaufen, monatlich kündbar.
Zur Einordnung der Stundensätze: Eine Auswertung der Plattform freelancermap nennt für Webdesign-Freelancer in Deutschland einen Durchschnitt von 69 Euro pro Stunde bei einer Spanne von 32 bis 101 Euro.[2] Das sind Selbstauskünfte von Freelancern auf einer Vermittlungsplattform, keine Marktstatistik. Agenturen liegen üblicherweise darüber, weil dort mehrere Fachleute an einem Projekt arbeiten.
Die laufenden Kosten
Nach dem Livegang bleiben zwei feste Posten. Auch diese Zahlen stammen direkt vom Anbieter, hier IONOS, abgerufen am 15. August 2026:[4]
- Domain: eine .de-Adresse kostet regulär 1,30 Euro im Monat, also rund 15 Euro im Jahr.
- Hosting: je nach Paket 6 bis 28 Euro monatlich nach Ablauf der Einführungspreise. Für eine normale Firmenwebsite reicht der untere Bereich.
- SSL-Verschlüsselung: bei allen geprüften Anbietern im Paket enthalten. Wer Ihnen das gesondert berechnet, sollte das gut begründen.
Ein dritter Posten ist die Pflege: Updates, Sicherheitslücken, kleine inhaltliche Änderungen. Belastbare Marktzahlen dazu gibt es nicht, und wir nennen hier bewusst keine erfundene Spanne. Klären Sie vorab zwei Dinge: Wer kümmert sich, und was kostet eine kleine Änderung? Bei einer statischen, schlank umgesetzten Seite fällt spürbar weniger Pflege an als bei einem System mit einem Dutzend Erweiterungen.
Die sechs Posten, die den Preis machen
Wenn Sie Angebote vergleichen, sind das die Posten, die den Unterschied machen:
- Anzahl der Seiten. Eine Landingpage ist eine Seite, eine Firmenwebsite hat schnell acht bis zwölf.
- Texte. Der größte einzelne Posten. Liefern Sie sie selbst, sparen Sie am meisten.
- Bilder. Eigene Fotos sind besser als Stockmaterial und günstiger als ein Fototermin.
- Design. Angepasste Vorlage oder ein Entwurf, den es so nur einmal gibt.
- Funktionen. Terminbuchung, Onlineshop, Mehrsprachigkeit, Redaktionssystem. Jede Funktion ist ein eigenes kleines Projekt.
- Auffindbarkeit. Ob lokale Suchmaschinenoptimierung enthalten ist oder später einzeln berechnet wird.
Eine Bitte an dieser Stelle: Lassen Sie sich zu jedem dieser Punkte schriftlich sagen, was enthalten ist. Zwei Angebote über 3.000 Euro können völlig verschiedene Dinge bedeuten. Erst diese Aufstellung macht sie vergleichbar.
Wo Sie sinnvoll sparen können
Sparen lässt sich bei allem, was Sie selbst gut können: Texte über Ihre eigene Leistung, Fotos aus dem Betrieb, gepflegte Inhalte. Das drückt den Preis, ohne die Qualität zu senken.
Nicht sparen sollten Sie bei den Pflichtseiten und der Technik im Hintergrund. Ein fehlerhaftes Impressum oder eine unvollständige Datenschutzerklärung kostet im Ernstfall mehr als die gesamte Website. Und eine Seite, die auf dem Handy nicht sauber funktioniert, verliert genau die Besucher, für die Sie bezahlt haben.
Wie Sie zu einem belastbaren Preis kommen
Der Preis einer Website ist kein Listenpreis, sondern das Ergebnis von Entscheidungen, die Sie mitbestimmen. Wer weiß, wie viele Seiten er braucht und wer die Texte schreibt, bekommt ein belastbares Angebot statt einer Spanne. Wer mit „was kostet denn so eine Website" ins Gespräch geht, bekommt eine Spanne, und die hilft niemandem.
Wenn Sie wissen wollen, wo Ihr Vorhaben landet: Der Klick-Assistent auf unserer Kontaktseite führt Sie in wenigen Schritten zu einer groben Einschätzung, ohne dass Sie Ihre Daten hinterlassen müssen. Das Erstgespräch ist bei uns kostenlos.
Häufige Fragen
Was kostet eine einfache Website mit wenigen Seiten?
Bei uns startet eine einseitige Website im Starter-Paket bei 79 Euro im Monat, zzgl. 100 Euro Anzahlung, die auf den Gesamtpreis angerechnet wird. Eine mehrseitige Firmenwebsite mit Texten, Bildauswahl und lokaler Suchmaschinenoptimierung liegt bei 169 Euro im Monat, zzgl. 200 Euro Anzahlung. In beiden Fällen sind Gestaltung, Texte, Hosting und Betreuung enthalten, eine Setup-Gebühr gibt es nicht.
Ist ein Homepage-Baukasten nicht viel günstiger?
Am Anfang ja, auf Dauer nicht unbedingt. Die Pakete kosten je nach Anbieter und Umfang etwa 12 bis 33 Euro monatlich. Bei IONOS steigt der Preis nach der Aktionsphase deutlich, etwa von 1 Euro auf 18 Euro im Monat. Über fünf Jahre summiert sich das auf einen vierstelligen Betrag, und die eigene Arbeitszeit für Aufbau und Pflege kommt obendrauf.
Welche laufenden Kosten hat eine Website?
Domain und Hosting sind die beiden festen Posten. Eine .de-Domain kostet regulär etwa 15 Euro im Jahr, Webhosting je nach Paket rund 6 bis 28 Euro monatlich nach Ablauf der Einführungspreise. Ein SSL-Zertifikat ist heute bei allen gängigen Anbietern enthalten und kein eigener Kostenpunkt mehr.
Warum bekomme ich so unterschiedliche Angebote?
Weil sehr unterschiedliche Leistungen denselben Namen tragen. Ein Angebot enthält eine angepasste Vorlage, das andere ein eigenes Design, geschriebene Texte, Bildauswahl, Suchmaschinenoptimierung und rechtssichere Pflichtseiten. Vergleichbar werden Angebote erst, wenn Sie sich zu jedem Posten sagen lassen, was konkret enthalten ist.
Quellen
- Für-Gründer.de, „Website erstellen lassen", Stand März 2026. Redaktionelle Richtwerte, keine Erhebung. fuer-gruender.de
- freelancermap, Freelancer-Verzeichnis Webdesign. Selbstauskünfte von Freelancern auf der Plattform. freelancermap.de
- Statistisches Bundesamt, IKT-Erhebung in Unternehmen 2023 (Anteil der Unternehmen mit eigener Website, gesamt und nach Betriebsgröße). Amtliche Statistik, aufbereitet bei Statista: Anteil gesamt und nach Betriebsgröße. Quelle beim Amt: destatis.de
- Preisangaben der Anbieter, abgerufen am 15.08.2026 auf deren eigenen Preisseiten: Wix, Jimdo, Squarespace, IONOS Baukasten, IONOS Hosting und IONOS Domains. Anbieterpreise ändern sich laufend.
Michell Miklos
Gründer von MD-Designworks in Marl. Gestaltet seit 2025 Websites für Betriebe und Marken in der Region und darüber hinaus. Schreibt hier über die Fragen, die vor einer Beauftragung wirklich anstehen: Preise, Umfang, laufende Kosten.